Alte Bekannte

Mit dem Grenzübertritt nach Ecuador befahren wir nunmehr das siebte Land unserer Reise. Als wenn man eine andere Klimazone betritt empfängt uns Ecuador saftig grün, die Vegetation ist üppig und die Straßen führen durch Bananenhaine, Reisfelder und Obstplantagen. Für uns schließt sich damit der Kreis zumindest in ideeller Hinsicht, denn bereits nach unserem ersten Besuch Ecuadors 2015 hatten wir uns in dieses Land und diesen Kontinent verliebt – weshalb uns unsere Große Reise nach Südamerika geführt hat.

Und es ist wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Unser erstes Ziel ist das bezaubernde Städtchen Cuenca, das vor vier Jahren Ausgangspunkt für eine Mehrtagestour durch den Parque Nacional Cajas war. Nun erleben wir die Stadt ein zweites Mal, vor allem viel intensiver: wir durchstreifen schmale Kopfsteinpflastergassen, die von Häusern mit Ziegeldächern gesäumt werden, schöne Plätze und Kirchen, grüne Parks und gemütliche Restaurants. Roberto aus Sao Paulo, ein mittlerweile alter Bekannter auf unserer Reise, parkt seinen T2 wieder neben uns auf dem Campingplatz und ist uns ein lieber Begleiter bei unseren ersten Erkundungen.

Dass aus unseren geplanten zwei Tagen in Cuenca eine ganze Woche wird hat aber noch einen anderen Grund – wir besuchen die Familie eines Kollegen von Stefan. Almut und Markus mit ihren Kindern Niklas, Bastian, Mirjam und Linda leben seit einem Jahr in Cuenca. Einem warmherzigen Empfang folgen etliche gemeinsame Unternehmungen, lecker Kochen, ein Streifzug durch die Altstadt mit Restaurantbesuch oder ein Ausflug in die nahen Berge mit Besuch einer Bio-Farm. Die beiden Mädchen Mirjam und Linda sind unsere ersten Gäste, die uns für eine Nacht im Hägar besuchen; mit den beiden großen Jungs gibt es ein Fußballmatch. Und daher fällt der Abschied besonders schwer, da uns diese Sechs mittlerweile mehr als nur alte Bekannte sind. 

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