Zuckerbrot

Für drei Tage haben wir uns im Nationalpark Pan de Azucar niedergelassen, der direkt an der Pazifikküste liegt, die hier direkt in die Wüste übergeht. Weiße Sandstrände, geschützte Buchten, felsige Landzungen und von Kakteen bewachsene Hügel erstrecken sich auf einer Fläche von 44000 Hektar. Natürlich haben wir zuerst darüber nachgesonnen, wie wohl der Name des Parkes, zu deutsch Zuckerbrot, zustande gekommen sein mag. War es der feine weiße Sand, der vom Wind an die Berge geweht wird, so dass sie wie überzuckert aussehen? Nein, so romantisch ist es nicht: Von einem bei seiner Erklärung verschmitzt drein schauenden Parkwächter erfahren wir, dass für die Namensgebung vor allem die Hinterlassenschaften der Generationen von Seevögeln ausschlaggebend war, deren Schiss auf den dunklen Felsen entfernt an Zuckerguss erinnert. Und weil die Chilenen auch etwas größenwahnsinnig sind, wollten sie auch per Namensgleichheit an die berühmte Landschaft bei Rio de Janeiro anschließen.

Wir haben die Wanderungen durch die trockenen Täler und die spektakulären Ausblicke auf das Meer sehr genossen. Nach vielen Kilometern Fahrt durch die staubige und trockene Atacama-Wüste tat uns einfach mal der Allerwerteste weh und wir lechzten nach Bewegung. Die in Hafennähe residierenden Pelikane ließen sich aus direkter Nähe beobachten, denen eine eigenartige Mischung aus Eleganz und Tolpatschigkeit zu eigen ist. Am Abend gab es frischen Fisch, den wir am Morgen bei den ortsansässigen Fischern gekauft hatten – sehr lecker! Und beim einem Glas Rotwein, das wir gemeinsam mit Carolina und Edwin tranken, unseren chilenischen Campernachbarn, gab es interessante Gespräche über Land und Leute.

So erfrischt an Geist und Seele (und Bewegungsapparat) können wir uns wieder auf die Piste begeben, denn die Wüste ist noch lange nicht durchquert und birgt noch etliche Sehenswürdigkeiten. 

4 Antworten auf „Zuckerbrot“

  1. Liebe silke, lieber Stefan, danke für die spannenden Reiseberichte und die wunderbaren Bilder. Ich sehr froh und dankbar, dass ich euch wieder folgen und miterleben kann!!! Hier frühling esfröhlich vor sich hin , Sonnenschein, Veilchen, es sprießt….. Liebste Grüsse an euch und alles gute den täglichen Abenteuern mit euch. Eure Heidrun

  2. Si. Pan de azúcar es muy lindo y tranquilo, siempre mientras podemos nosotros nos arrancamos para alla.
    Fue un gusto haber compartido una copa de vino con ustedes. Saludos. Que sigan conociendo las maravillas de nuestro país. De Edwin y Carolina

  3. hallo Ihr Zwei,
    Atakama klingt so gut,ist so bekannt und berühmt und berüchtigt,
    aber toll.
    Und die Pelikane,so schön gibtst die in keinem Zoo.
    Alles Gute von der Ostsee

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