Will man zum Ende der Welt muss man wohl oder übel vom Festland runter. Mit einer eigens dazu eingerichteten Fähre ist es kein Problem, ignoriert man das mulmige Gefühl, das einen angesichts am Strand herumliegender Wracks beschleicht. „Ein einziger Blick auf eine solche Küste reicht hin, um einen Menschen eine Woche lang von Schiffbrüchen, Gefahr und Tod träumen zu lassen…“, äußerte Charles Darwin über das Archipel Feuerland. So schlimm wurde es für uns nicht, auch wenn es zum Zeitpunkt unserer Überfahrt doch recht stürmisch zuging. Und so befinden wir uns nun in Feuerland, genauer gesagt auf der Hauptinsel dieser Inselgruppe, die den südlichsten Punkt der Erde bildet, der nicht vom ewigen Eis überlagert ist. Es erklärt sich von selbst, dass für uns auch bald der südlichste Punkt unserer Reise erreicht sein dürfte. Zuerst kam uns alles recht bekannt vor, wir fühlten uns an die ewig flachen Landschaften Patagoniens erinnert. Nichts als unendliche Weite, zu deren größten Nutznießern riesige Ansammlungen an Schafen zu zählen sind.
Doch die Fauna an den Küsten wird durch eine weitaus vornehmere Gesellschaft bereichert, die stets – und nicht nur zu besonderen Anlässen – im Frack daherkommt. In einer ruhigen Bucht der Magellan-Straße gibt es eine Kolonie von Königspinguinen, die hier in einem privaten Naturpark leben. Hier sind sie einerseits geschützt vor natürlichen Fressfeinden, denn ein Orca verirrt sich nie in diese Gegend. Aber auch der Mensch muss im Zaume gehalten werden, damit er den edlen Tieren nicht zu nahe auf die Feder rückt. Weil unser Teleobjektiv nicht näher rankommt, fotografieren wir schließlich durch eines der für die Touristen aufgebauten Fernrohre und können so zwei Passbilder der vornehmen Vögel präsentieren.
Den Tag beschließen wir an der Antlantikküste, die wieder zum argentinischen Hoheitsgebiet gehört. Sonne, Wind und Wolken erschaffen einen wundervollen Mix aus Licht und Wasser. So nehmen wir die Erlebnisse eines schönen Tages mit ins Bett und freuen uns auf den Weihnachtsmann.
[erlebt und geschrieben am 23.12.2018]















Die sehen wir hoffentlich auch bald.?…Nicht nur die Pinguine natürlich auch Euch zwei..Eine Flasche sollte schon wiedereinmal geköpft werden.Bis bald Doris und Herbie